Kümmere Dich um Deinen Körper. Es ist der einzige Ort zum Leben, den Du hast.

Jim Rohn – amerikanischer Autor (1930-2009)

Ursprung

Glaubt man einigen Angaben, so soll es bereits zwischen 5300 und 3300 v. Chr. das Schröpfen im damaligen Mesopotamien gegeben haben. Bekannt ist zudem, dass es diese Anwendung (oder zumindest aber in ähnlicher Form) seit jener Zeit ebenfalls im alten Ägypten, Indien und in der Chinesischen Medizin gegeben hat. Auch die antiken Griechen wussten, das Schröpfen medizinisch anzuwenden.

Als Ausleitungsverfahren wurde das Schröpfen von vielen Kulturkreisen genutzt und über die Zeit durch den Fortschritt in Foschung und Technik bis in die heutige Zeit kontinuierlich verbessert, optimiert und weiterentwickelt.

In den alten Zeiten fanden Bambusgefäße und Tierhörner Verwendung als Schröpfköpfe und als theoretische Grundlage bediente man sich in Europa der „5-Säfte-Lehre“ bzw. in China der „5-Elemente-Lehre“. Mit dem erzeugten Unterdruck beabsichtigte man, das Ungleichgewicht der Körpersäfte wieder in eine Balance bringen, um die Harmonie des Organismus wieder herzustellen.

In der heutigen Zeit verwendet man in der Regel Schröpf- oder Vakuumgläser aus Glas oder Plastik. Zwar wird das Vakuum durchaus noch mittels Verbrennen von Alkohol erzeugt, jedoch ist die Regel das Abpumpen der Luft im Schröpfkopf.

Formen

In der heutigen Zeit muss man das Schröpfen differenziert betrachten und zwischen dem trockenen und blutigen Schröpfen sowie der Vakuum-Massage unterscheiden.

  • Blutiges Schröpfen:Bei dieser Version werden die Hautstellen, auf die das Glas aufgesetzt werden soll, zuvor angeritzt, so dass entsprechend Blut durch das darauf folgende Vakuum herausgezogen wird. Bezweckt wird dabei das örtlich begrenzte Heraussaugen von Ablagerungen.
  • Trockenes Schröpfen:In dieser Form bleibt die Haut operativ unberührt. An den betreffenden Hautstellen wird der Kopf angesetzt und mittels des Vakuums fixiert.
  • Vakuum-Massage:Bei dieser Form der Massage wird die entsprechende Körperregion zunächst eingeölt. Im Anschluss daran macht man sich das Vakuum zu Hilfe, um eine effektivere Massage durchführen zu können.

Berücksichtigen sollte man auch, dass es verschiedene Misch- oder Spezialformen, besonders bei der Vakuum-Massage, gibt.

  • Auf eine Vakuum-Massage kann am Ende ein Schröpfen folgen.
  • Man kann verschiedene Massagetechniken und -griffe einfließen lassen sowie Hilfsmittel, wie bspw. einen Akupressurstab, hinzunehmen.
  • Die Gua Sha ist eine Spezialform für die Anwendung bei Muskelverspannungen, Schmerzen und zur Entgiftung.
    Schröpfglas auf Gesäß

    Wirkungsweise

    Durch das Erzeugen eines Unterdrucks wird die Haut in den Schröpfkopf hineingesogen und dadurch gestreckt. Durch diese Dehnung des Hautgewebes wird die Durchblutung verstärkt. 

    Das Aroma im verwendeten Massageöl hat eine olfaktorische Wirkung auf das „innere Ich“, während das Öl an sich ein wiederstandsloses Gleiten auf der Hautoberfläche ermöglicht.

    Damit eine Vakuummassage ihre Wirkung voll entfalten kann, werden die Vakuumgläser permanent bewegt sowie der Unterdruck immer wieder neu aufgebaut.

    Während das Vakuumglas über den Körper gelenkt wird, werden nebenbei Energiepunkte, sog. Triggerpunkte, stimuliert und Verklebungen bzw. Blockaden in den Energiebahnen, den Faszien, beseitigt, so dass der Lymphfluss zusätzlich unterstützt werden kann. Je stärker das Energienetzwerk aktiviert wird, desto funktionsfähiger sind die Körperorgane.

    Die Headschen Zonen sind Regionen auf der Haut, welche einem jeweils bestimmten inneren Organ zugeordnet sind. Diese reflektorische nervale Zugehörigkeit begünstigt das Lindern von inneren Schmerzen durch eine äußere Anwendung.

    Die Vakuum-Massage ist eine Bindegewebsmassage und daher ideal für das Anti-Aging.

    Schröpfglas auf Gesäß

    Ablauf

    Nachdem die zuvor abgestimmte(n) Körperregion(en) eingeölt wurde(n), wird die Haut durch sanftes Gleiten mit den Vakuumgläsern über die Dauer – in Abhängigkeit des Massageumfangs – von ca. 10 Minuten angeregt. Um die Wirkung der Massage zu steigern, werden dann abschließend Schröpfgläser für rund 10 Minuten aufgesetzt.

    Hierauf wird die Massage und das Schröpfen auf die ggf. darauf folgenden Regionen angewandt.

    Zum Abschluss steht es Ihnen frei, noch einmal kurz nachzuruhen, bevor Sie der Alltag wieder zurückholt.

    Im Float Würzburg werden nur die Vakuum-Massage sowie das trockene Schröpfen angewandt.

    Auf dem Bauch liegende Frau mit zwei auf dem Rücken entlangfahrende Schröpfgläser

    Termine & Anwendungsdauer

    Eine Entspannung im Rahmen der Vakuum-Massage kann als Einzelanwendung und auch mit Folgetermin(en) genossen werden.

    Folgt man einigen Empfehlungen so sollte bei längerer Anwendung in den ersten 6 Wochen jeden zweiten Tag und darauf folgend einmal wöchentlich für den Erhaltungsprozess Termine vereinbaren.

    Für einen Termin sollten rund 75 Minuten eingeplant werden.

    Eine entsprechende Reservierung kann eigenständig über unseren Termin-Kalender vorgenommen werden.

    (Dienstleistung wählen: Medical Wellness —> Vakuum)

    Auf dem Bauch liegende Frau mit zwei auf dem Rücken entlangfahrende Schröpfgläser

    Häufig gestellte Fragen

    "Was bewirkt das Vakuum genau auf meiner Haut?"

    Antwort aus der Praxis: Das Vakuum saugt das Gewebe sanft an und hebt es an. Dadurch werden tief liegende Verklebungen gelöst, die Durchblutung massiv gesteigert und der Stoffwechsel in den Problemzonen „wachgeküsst“.

    Wissenschaftliche Erklärung: Durch den negativen Druck (Unterdruck) entsteht eine mechanische Dehnung des Bindegewebes und der Faszien. Dies führt zu einer Vasodilatation (Gefäßerweiterung), die den kapillaren Blutfluss lokal um das bis zu Vierfache steigern kann. Sauerstoff und Nährstoffe gelangen so effizienter in die Zellen.

    "Bekomme ich von der Vakuum-Massage blaue Flecken?"

    Antwort aus der Praxis: Bei einer bewegten Massage (Saugwellen-Massage) sind blaue Flecken selten. Bei punktuellem, starkem Saugen können jedoch kleine rote Punkte entstehen. Diese zeigen meist an, dass das Gewebe dort besonders schlecht durchblutet war.

    Wissenschaftliche Erklärung: Blaue Flecken (Hämatome) entstehen durch das Platzen kleinster Kapillaren. In der wissenschaftlichen Myofaszialtherapie wird dies teils als Extravasation bezeichnet: Das Austreten geringer Mengen Blutes wirkt als Reiztherapie, die die körpereigene Geweberegeneration und das Immunsystem (Makrophagen-Aktivität) lokal aktiviert.

    "Hilft die Vakuum-Massage gegen hartnäckige Cellulite?"

    Antwort aus der Praxis: Ja, sie ist eine der effektivsten Methoden. Sie lockert die harten Bindegewebsstränge, die die Dellen verursachen, und hilft, gestautes Wasser abzutransportieren. Das Hautbild wird deutlich ebener.

    Wissenschaftliche Erklärung: Cellulite wird durch verkürzte, unflexible Fibrose-Septen (Bindegewebsanker) verstärkt. Das Vakuum nutzt die Mechanotransduktion: Die mechanische Dehnung signalisiert den Fibroblasten (Bindegewebszellen), verhärtetes Kollagen abzubauen und durch elastischere Fasern zu ersetzen.

    "Ist die Behandlung schmerzhaft?"

    Antwort aus der Praxis: Die Intensität wird individuell angepasst. Es kann ein starkes Ziehen spürbar sein, besonders an Stellen mit verklebten Faszien. Die meisten Kunden empfinden das befreiende Gefühl danach jedoch als sehr angenehm.

    Wissenschaftliche Erklärung: Schmerz entsteht, wenn das Gewebe unterversorgt und die Nozizeptoren (Schmerzfühler) durch Stoffwechselendprodukte (z. B. Laktat) gereizt sind. Die Vakuum-Massage spült diese „Schmerzstoffe“ aus dem Interstitium (Zellzwischenraum) und senkt so langfristig die Schmerzempfindlichkeit des Gewebes.

    "Wie unterscheidet sich das Vakuum von einer manuellen Massage?"

    Antwort aus der Praxis: Während eine normale Massage auf das Gewebe drückt, arbeitet das Vakuum mit Zug. Das erreicht Schichten, die man mit den Händen kaum voneinander trennen kann.

    Wissenschaftliche Erklärung: Die manuelle Massage arbeitet primär mit Kompression. Die Vakuum-Therapie ermöglicht eine Dekompressionswirkung. Dadurch wird der Raum zwischen Haut, Faszien und Muskeln vergrößert, was den lymphatischen Abfluss und das Gleiten der Gewebeschichten gegeneinander (Gleitfähigkeit der Faszien) optimiert.

    "Kann ich die Vakuum-Massage auch im Gesicht anwenden lassen?"

    Antwort aus der Praxis: Ja, es gibt spezielle kleine Glascups für das Gesicht. Es wirkt wie ein „natürliches Facelift“, reduziert Schwellungen und lässt den Teint sofort rosig und frisch strahlen.

    Wissenschaftliche Erklärung: Im Gesicht fördert das Vakuum die Lymphdrainage der oft überlasteten Gesichtsschleimhäute und regt die Produktion von Hyaluronsäure und Elastin in der Lederhaut (Dermis) an. Dies führt zu einer Zunahme der Hautdichte und einer besseren Hydratation des Gewebes.

    Entgegengesetzte Richtungsschilder